Was bringt eine regelmäßige Defragmentierung?

Häufig hören wir von Interessenten diese Frage. Gerne auch im Zusammenhang mit neuer (vermeintlich schneller) Hardware. “Ist denn heutzutage eine Defragmentierung überhaupt noch sinnvoll? Mein Rechner ist doch sowieso schon so schnell!” Die korrekte Antwort darauf lautet: Nein und Ja.

Nein, man braucht vielleicht keine Defragmentierung mehr, wenn man mit der Geschwindigkeit seines Rechners zufrieden ist. Das galt aber schon immer. Natürlich sind heutige Rechner deutlich schneller als noch zu Zeiten von Windows NT 4 oder Windows 2000. Aber an der physikalischen Seite der Defragmentierung hat sich seit dem nichts geändert, denn immer noch wird NTFS als Dateisystem bei Windows eingesetzt. Auch unter Windows 7.

Ja, denn der Performancegewinn, den eine regelmäßige Defragmentierung bringt, ist heute genauso vorhanden wie noch vor 10 oder 20 Jahren. Es gilt immer noch das Prinzip: wenn von der Festplatte zwei Dateistücke an unterschiedlichen Orten gelesen werden sollen, dann muss der Lesekopf zu diesen Orten bewegt werden, was einen mechanischen Vorgang darstellt, der Zeit kostet. Ist die Datei dagegen in einem Stück an einem Ort, spart man sich diese Repositionierung. Das ist recht abstrakt und sagt daher wenig über den eigentlichen Geschwindigkeitsgewinn durch eine Defragmentierung aus.

Viele unserer Kunden und Interessenten haben uns daher gefragt, wie groß denn dieser Geschwindigkeit konkret bei ihnen sei. Das ist natürlich von vielen Faktoren wie der eingesetzten Hardware, insbesondere der Festplatte, abhängig. Pauschal kann man das nur sehr grob formulieren. Aufgrund dieses Feedbacks haben wir uns entschlossen, ein kleines Testprogramm für Sie kostenlos zu veröffentlichen. Wir haben es O&O SpeedCheck getauft, denn es überprüft bei Ihnen den möglichen Zuwachs an Systemgeschwindigkeit durch eine Defragmentierung.

Das Prinzip ist dabei ganz einfach und es werden auch keine Daten geschrieben. In fünf Durchläufen werden jeweils 300 simulierte Dateien zunächst als fragmentiert eingelesen, anschließend im defragmentierten Zustand. Aus der Differenz der Lesezeiten errechnet sich die potenzielle Beschleunigung Ihres Systems.

Probieren Sie es doch einfach mal selbst aus, das Programm kann ohne Installation sofort gestartet werden!

Laden Sie es jetzt  hier aus unserem Download-Bereich kostenlos herunter!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der kleinen App und freue mich auf Ihr Feedback!

-- Olaf Kehrer

Olaf Kehrer (O&O)

About Olaf Kehrer (O&O)

Olaf Kehrer is Managing Director of O&O Software GmbH and is responsible for product development. His focus is centered on developing new concepts for the system tools sector as well as in expanding and adapting existing product lines. Olaf Kehrer was one of the founders of O&O Software GmbH in 1997 and has played a primary role in developing O&O products. Even today, he stands at the very center of their further development and remains dedicated to the goal of creating the best possible products for O&O customers. He has also published white papers on the subject of "Data Data Everywhere". These papers analyzed the handling of obsolete and discarded hard disks and their undeleted data. Olaf Kehrer studied at the Technical University Berlin and has a diploma in Computer Science.
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8 Responses to Was bringt eine regelmäßige Defragmentierung?

  1. Berg says:

    Hallo Herr Kehrer,

    hab mal Ihr Tool runtergeladen und ausgeführt. Laut dem Tool soll mein angeblich stark fragmierte Daten durch Defrag 15 um 70% schneller gelesen werden.

    Aber Defrag 14 Pro sagt mir das meine Festplatte nur ein Fragmentierungsgrad von 0,08% hat.

    Also frage ich mich jetzt ob Ihr alte Version die ich vor ca. 5 Monate gekauft habe, so schlecht die Daten defragmentiert, oder soll dieses Tool nur helfen die Version 15 besser zu verkaufen.

    Hier wäre eine Portion Ehrlichkeit doch besser und ich denke das O&O Software sowas nicht nötig hat, da die Tool sehr gut sind.

    Mit freundlichem Gruß

    • Frank (O&O) says:

      Hallo Herr Berg,

      bei dieser Analyse wird vollkommen unabhängig vom aktuellen Fragmentierungsgrad des Rechners gemessen, d.h. auch bei einem vollständig defragmentierten Rechner wird ein potenzieller Geschwindigkeitszuwachs ermittelt.

      Das verwendete Verfahren unterteilt sich in zwei Phasen: simuliertes Lesen von fragmentierten Dateien und simuliertes Lesen derselben Dateien, wenn Sie in einem defragmentierten Zustand wären. Zum Lesen werden keine realen Dateien verwendet, sondern es werden auf Festplattenebene vom Start der Partition C: kontinuierlich die Dateien hintereinander gelesen.

  2. Krismer ferdinand says:

    guten Tag ,

    habe seit vielen Jahren O&O defrag war immer sehr gut.
    Nun habe ich neuenPC mit SSD Platte, da soll man ja nicht mehr
    defragmentieren ????
    Wie sehen es die Fachleute ???

    Gruss

    F.Krismer

    • Hallo Herr Krismer,

      zunächst vielen Dank, dass Sie seit Jahren zu unseren treuen Kunden gehören! In der Tat ist das Thema Defragmentierung bei SSDs anders als bei normalen Festplatten. Eine “normale” Defragmentierung ist sogar schädlich, da durch das Verschieben der Dateien die SSD – platt gesagt – abgenutzt wird. Dennoch sollten Sie regelmäßig eine Optimierung der SSD durchführen, damit die Geschwindigkeit auch nach längerer Nutzung noch erhalten bleibt. O&O Defrag unterstützt dies seit Version 14 mit dem sogenannten TRIM-Kommando. O&O Defrag erkennt automatisch eine SSD, so dass die normale Defragmentierung nicht angewendet wird. Wenn Sie gerne tiefer in das Thema einsteigen möchten, dann empfehle ich Ihnen unser White Paper “O&O Defrag und Solid State Drives”, das die gesamte Thematik ausführlich behandelt.

      Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

      Mit freundlichen Grüßen
      Olaf Kehrer

  3. Rolf Berghoff says:

    Hallo Herr Kehrer,
    ich schließe mich der Meinung von Herrn Berg an. Auf meinem Rechner zeigte das Programm zuerst einen Geschwindigkeitszuwachs von 20 % an, dann – nach der Defragmentierung mit Defrag 14 Pro – einen Wert von 18 %. Das hieße, eine Defragmentierung würde so gut wie nichts erbringen. Ich glaube aber, hier handelt es sich um ein Mißverständnis, hervorgerufen durch die m. E. nicht ganz korrekte Beschreibung des Programmes. Ich verstehe nunmehr Ihre Aussage zum Programm so:
    - es wird – völlig unabhängig von tatsächlichen Zustand der Festplatte – gemessen, was diese spezielle Platte beim Lesen – einmal (fiktiv) fragmentiert und einmal (fiktiv) defragmentiert – für eine Zeit benötigen würde. Es ist also lediglich eine Aussage über eine bestimmte Eigenschaft der jeweiligen Festplatte (woraus sich ein möglicher Zeitgewinn durch Defragmentierung natürlich herleiten läßt). Liege ich mit dieser Ansicht in etwa richtig?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Herr Berghoff,

      genau. Wie mein Kollege schon ausführte, handelt es sich bei O&O SpeedCheck um einen fiktiven Test. Wir werden die Anwendung aber so mit einem Hinweis anpassen, dass diese “Verwirrung” in Zukunft nicht mehr geschieht. Selbstverständlich ist O&O Defrag 14 immer eine sehr gute Wahl, um die Performance des Rechners zu optimieren. Klar würden wir uns freuen, wenn Sie sich die neue Version 15 anschauen würden, denn sie bietet einige Features und Optimierungen mehr. Aber das überlassen wir natürlich jedem selbst! ;-)

      Mit freundlichen Grüßen
      Olaf Kehrer

  4. Andrew says:

    The program has a bug in english, for example, the run status reads 3 von 5, instead of 3 of 5.

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